Ein Redaktionsplan ist ein nützliches Instrument im Arbeitsalltag eines Social Media-Managers. Er bündelt die Recherchearbeit und hilft dabei, Zeit zu sparen und effizient zu arbeiten. Vermehrt gibt es sogar kostenpflichtige Tools, die die redaktionelle Planung der einzelnen Kanäle ermöglichen. Doch der Einsatz dieser Werkzeuge ist nicht zwingend notwendig. Eine gut strukturierte Excel-Tabelle, auf die alle Verantwortlichen zugreifen können, ist in den meisten Fällen völlig ausreichend. Mit ein paar Vorüberlegungen ist diese schnell erstellt.

Social Media-Redaktionsplan: Hilfreiches Instrument im Arbeitsalltag

Der Redaktionsplan gibt einen Überblick über alle Inhalte, die in sozialen Netzwerken geteilt werden sollen. Das können Links, Fotos, Videos oder auch schlichte Textbeiträge sein. Gerade in der wachsenden Flut an Beiträgen ist es für Unternehmen wichtig, die Aufmerksamkeit durch abwechslungsreiche Posts auf sich zu ziehen. Diese Abwechslung hat man bestens im Blick, wenn man einen Redaktionsplan erstellt: Wann wird ein Fotoalbum erstellt? Gibt es Videos, die gepostet werden sollen? Mit einem Redaktionsplan hat man alles im Blick! Neben der thematischen Vielfalt, die dadurch besser gesteuert werden kann, können auch Engpässe in der Content-Generierung vermieden werden. Diese können auftreten, wenn der Verantwortliche krank wird oder wenn es einfach gerade nichts Spannendes gibt, was einen Post wert ist. Denn grundsätzlich gilt im Social Media: Wenn es nichts zu erzählen gibt, dann soll man auch nichts erzählen. Sonst vergrault man seine Fans durch banale Postings. Die Beiträge können für Wochen im Voraus erstellt werden und somit auch Krankheits- und Urlaubszeiten überbrücken. Die Postings müssen zwar nicht genau ausformuliert werden, doch je genauer die Inhalte vorab festgehalten werden, umso besser wissen beispielsweise Urlaubsvertretungen, was zu posten ist.

Checkliste für den Redaktionsplan

Alle wichtigen Mitarbeiter sollten Zugriff auf den Redaktionsplan erhalten. In regelmäßigen Redaktionssitzungen, bei denen alle Social Media-Verantwortlichen anwesend sind, sollte über aktuelle Marketing-Aktionen und Schwerpunkte der Pressearbeit gesprochen und diese in den Plan mit aufgenommen werden.Für den optimalen Einsatz des Redaktionsplans gibt es ein paar Abläufe, die beachtet werden sollten. Diese Checkliste enthält alle wichtigen Punkte – von der Vorbereitung über die Erstellung bis zur Umsetzung und Auswertung:

1. Vorbereitung:

  • Kanäle auswählen
  • Intervall festlegen
  • Ansprache der Fans festlegen (Du/Sie)
  • Themen, die nicht besprochen werden sollen, festlegen
  • Festlegen, ob Page Post Ads geschalten werden sollen
  • Feiertage/ Welttage eintragen
  • Kampagnen und regelmäßige Serien eintragen
  • Aktive Zeiten der Nutzer ermitteln (z.B. durch Facebook Insights) und Timing abstimmen

Ideen für die Recherche:

  • Google Trends & Google Alert
  • Newsletter
  • Branchenspezifische Newsseiten
  • Social Media-Auftritt der Mitbewerber

2. Erstellung

  • Tabelle erstellen (pro Tag eine Zeile, pro Kanal eine Spalte, weitere Spalten nach Bedarf)
  • Postings formulieren (mind. 2 Wochen im Voraus)
  • Verantwortliche bestimmen und Zugriff gewähren
  • Zuarbeit anfordern
  • Markieren, welcher Post beworben werden soll (Page Post Ads)?

3. Umsetzung

  • Gibt es aktuelle Ereignisse, die ein Abweichen vom Plan fordern?
  • Regelmäßiges Posten & Abhaken
  • Page Post Ads schalten
  • Regelmäßige Aktualisierung des Redaktionsplans

4. Auswertung

  • Postings auswerten und überprüfen, welche Postings eine hohe Interaktion erzielten. Gleichartige Inhalte wieder in den Redaktionsplan aufnehmen
  • Postings auswerten, die keine Interaktion hervorgerufen haben. Diese Themen zukünftig überdenken
  • Page Post Ads auswerten und Ergebnisse in die Planung einbeziehen

5. Aufbau des Social Media-Redaktionsplans

Der Aufbau des Redaktionsplans muss nicht kompliziert sein. Dieser Muster-Redaktionsplan soll zur Unterstützung dienen und kann nach Bedarf angepasst werden.

Fazit

Ein Redaktionsplan ist sehr sinnvoll! Vor allem für die Zusammenarbeit in Teams und für planbare Inhalte. Die Spontaneität sollte unter dem Plan jedoch nicht leiden, da Social Media-Marketing gerade auch von aktuellen Ereignissen und Inhalten lebt. Deshalb sollte der Plan stets als Richtlinie und grobe Orientierung verstanden werden. Gastbeitrag von Lisett Enge von Projecter